Die Futterkosten steigen – Wie sollen Pferde in diesem Winter gefüttert werden?

Dass die Lebensmittelpreise steigen, stand schon in allen Zeitungen. Die Futterkosten für Pferde ziehen aber auch gewaltig an. Getreide wurde vor gut einem Jahr an den Börsen noch mit 120 € je Tonne gehandelt, aktuell liegen die Preise bei 250 € bis 270 €. Heu und Stroh wurden gegenüber dem letzten Jahr um etwa 20 Prozent teurer. Gibt es da Alternativen für die Pferdehalter?

Zusätzlich sind die Futterqualitäten eher bescheiden. Der viele Regen des letzten Sommers hat bei der Ernte häufig zu unerwünschten Feuchtegehalten geführt. Die Feuchtigkeit fördert Befall mit nicht erwünschten Pilzen, auf Heu und Stroh, oft auch beim Getreide. Wegen der steigenden Ölpreise steigen auch die Trocknungskosten. Wohl dem Landwirt, der eine Holzschnitzelanlage betreibt und preiswert Wärme zur Verfügung hat. Benutzt der dann auch noch EM bei der Einlagerung seiner Holzschnitzel und verhindert damit die Schimmelpilze in seinem Brenngut, kann der bei den heutigen Marktverhältnissen seine betriebliche Rentabilität wesentlich steigern.

In den Fachzeitschriften für Pferdehaltung wird viel über den Einsatz von Maissilage in der Pferdefütterung diskutiert. Maissilage ist ein sehr stärkereiches Futter und neigt häufig zur Nacherwärmung, wenn sie nicht von Anfang an mit EM siliert wurde. Mit 5 kg Maissilage kann man rechnerisch 1 kg Kraftfutter oder 0,5 kg Kraftfutter ersetzen. Wegen der hohen Konzentration von Energie sollte jedoch ein Eiweißausgleich in die Ration einbezogen werden. Zusätzlich ist gutes Stroh als Beifutter zur freien Aufnahme anzubieten, weil die Struktur der Maissilage häufig nicht den Ansprüchen eines Pferdes genügt.

In der Praxis der nun kommenden Winterfütterung ist es noch wichtiger als im Vorjahr, das Futter mit EM zu besprühen. Untersuchungen an der Uni in Leipzig von vor drei Jahren haben gezeigt, dass auch ein solcher Arbeitsgang zur Verminderung der Belastung mit schädlichen Pilzen führt. Je besser die Verdauungsflora durch einen Besatz mit erwünschten Mikroben gestützt wird, desto unkomplizierter verläuft der Winter für ein Pferd. Vergessen Sie auch nicht sich schon möglichst bald den Bezug von guten frischen Futtermöhren zu sichern, weil die Tiere so ab Mitte Dezember das Karotin aus den Möhren dringend brauchen.

EM-Anwender in der Pferdehaltung haben somit Strategien, mangelnde Futterqualitäten zu beeinflussen. Nehmen Sie an den Seminaren zur Pferdefütterung der Landwirtschaftskammern oder Landwirtschaftsämter teil. Hier lernen Sie von unabhängigen Fütterungsberatern, wie Sie die Ration auch bei schwierigen Marktverhältnissen sinnvoll beeinflussen können. Eventuell organisieren Sie sogar eine Vortragsveranstaltung eines unabhängigen Experten in Ihrem Stall zusammen mit anderen Pferdehaltern. Schade ist nur, dass diese Fachleute noch zu wenig die Problemlösungen durch EM kennen. Fragen Sie deswegen auch Ihren EM-Berater, ob der nicht eine Informationsveranstaltung für Sie organisieren kann.

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Wird mein Pferd richtig gefüttert?

Meistens sind die Freizeitpferde zu dick. Sie arbeiten nicht genug und bekommen zu viel Futter. Da es ihnen auch oft zu langweilig ist, fressen sie aus purer Fresslust. Auch hat die gute Versorgung mit frischem Gras der letzten Monate zu einem „Rettungsring“ beigetragen.

Ein Abtasten der Pferde gibt dem Halter eine gute Möglichkeit, den Futterzustand eines Pferdes richtig einzuschätzen. Eine nur in Augenscheinnahme riecht zur Beurteilung nicht aus. Dazu folgende Anleitung:

„Nur leichte Kammbildung über dem Rücken, Rippenkonturen sichtbar, fühlbare schwache Fettpolster am Schweifansatz, die Hüftbeinhöcker sind nicht zu sehen, Widerrist, Schulter und Nacken sind unauffällig.“ So beschreibt der Tierarzt Dr. Lutz Alswede in „Reiter und Pferde“ 10/07 Seite 70/71, wie man ein Pferd beurteilen kann. Wichtig ist, dass man sich in der Beurteilung nicht nur an seinem eigenen Pferd versucht. Tun Sie sich mit Freunden oder Freundinnen zusammen und über Sie die Beurteilung.

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Pferde haben beim Wechsel von der Weide in den Stall Stress

Es wird kalt. Nun ist die „große Freiheit“ zu Ende und der langweilige Alltag im Stall wird ein halbes Jahr dauern. Für diese Zeit ein paar kurze Hinweise, die für die Tiere einen angenehmeren Alltag bedeuten:

Haltungsfaktoren:

• gesundes Stallklima (EM sprühen nicht vergessen)
• witterungsunabhängige Bewegungsmöglichkeiten schaffen
• mehre Stunden auf hartem Boden, zum Beispiel Pflaster oder Schotter (Vorteil: Abnutzung der Hufe, Gelenke werden besser durchblutet)
• Kontakt zu Artgenossen


Fütterung:

• möglichst strukturiertes Heu oder Heulage (geschnitten nach der vollen Blüte)
• eventuell Heunetze einsetzen, damit die Tiere langsam fressen und mehr Speichel bilden
• Einfrieren von Tränken verhindern
• Rauhfutter 2 x täglich vorlegen
• Wenn Sie kein EM-Futter haben, EM über das Rauhfutter sprühen
• Besser wäre täglich etwas Getreidebokashi (100 g je Großpferd)

Allgemeine Gesundheitsbeobachtung:

• genug Zeit für die Tierbeobachtung nehmen, beim Fressen, bei der Arbeit, in der Gruppe und auf Abweichungen von der Norm achten
• Umfangvermehrung bemerken, eventuell Beifutter reduzieren
• Fell- und Hufpflege (achten auf Hautpilzbefall)
• Für alte, kranke Pferde, Neuzugänge, Sonderregelungen treffen um soziale Konflikte zu managen

Wurmkontrolle durchführen (mit Tierarzt eine Strategie entwickeln)

• eventuell den ganzen Bestand behandeln,
• EM Mengen begleitend verdoppeln

Für alle Haustiere gilt:

Der Wechsel vom Sommer- zum Winterfell (Hunde, Katzen) oder eine Mauser (Vögel) stellen hohe Anforderungen an den Organismus der Tiere. Sie sind in der Zeit anfällig gegen alle möglichen Krankheiten. Deswegen achten Sie auf besonders gutes Futter und regelmäßige EM-Gaben. Achten Sie auf ausreichende Hygiene durch Putzen mit EM und tägliches Sprühen. Alten Tieren oder kränkelnden Tieren etwas EMX (Kanarienvogel 1 Tropfen, Katzen 2 bis 5 Tropfen, große Hunde 10 bis 20 Tropfen) täglich ins Trinkwasser geben.

Noch wichtiger als EM:
So viel Bewegung wie für das Tier artgerecht ist und ausreichend Zuwendung, ohne das Tier zu verhätscheln!